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Hochwaldfunk VHF & UHF

Antennen ab 19.12.2023 an der Hochwaldbaude 
... wie so oft seit August wurden auch die letzten Antennen bei Regen und stürmischen Böen angebaut und mittels VNA-Messungen für gut befunden.



Sie warten auf
erste praktische Tests für zirkulare Polarisation bei 144, 432 und 1296 Mhz.
Je nach Winterwetterlage, kann das auch durchaus erst im Früjahr 2024 sein. Durch die unmittelbare Nachbarschaft zum Wanderlager der Baude wird Funkbetrieb und Schlafen mit VHF/UHF-gerechten kurzen Koaxleitungen möglich.

Der Weg von der Idee zum jetzt schon Schnee-, Reif- und Sturm-erprobten Aufbau wird hier beschrieben.
Alpe-Adria VHF-Contest in der Hochwaldbaude 

Stefan DK2SHS, Christian DO7CRZ und Frank DL5DSB haben in dichtem Nebel bei Regen und teilweise stürmischen Wind am 05. August 2023 etwas Technik in JO70IT77 aufgebaut, um einige Tests auf 144, 432 und 1296 MHz in SSB und CW durchzuführen.


Der VGR-Rundstrahler brauchte 4m über Grund eine Abspannung in 4 Richtungen, sonst wäre er trotz 22kg-Stativ in den Samstagsböen aus südlicher Richtung einfach umgefallen.
Zum Ausrichten der drehbaren Anordnung hatten wir glücklicher Weise einen Kompass dabei. Das Bergpanorama wurde bis zur Abfahrt am Sonntag 18:00 Uhr nicht mehr gesehen.
Der Dreifuss mit Drehgerät brauchte eine zusätzliche Sicherung im Mauerwerk, sonst wurde er vom Nordwind am Sonntag 15cm angehoben. Die Abspannung nach Norden allein reichte nicht aus, um das Verklemmen beim Drehen zu verhindern. Zum Glück fanden wir jede Menge Sturmanker für die langen Abspannungen in Signalfarbe. Wenn es Bergwanderer gegeben hätte, wären sie mit Sicherheit nicht darüber gestolpert

Die Bergtagaktivitäten auf 1296 Mhz am Samstag sind nicht nur bei uns buchstäblich ins Wasser gefallen. So bewertete Stefan mit seinem IC-9700 die aktiven Baken auf 23cm. OK0EB auf dem Kled bei Budweis war mit 250km und S5 ebenso stabil im Regen aufnehmbar, wie DB0FGB auf dem Schneeberg in 215km Entfernung. Insgesamt konnten wir 7 Baken im Bereich bis 250km hören. Auf 144 Mhz lag der Fichtelberg mit S9+20dB aus 130km bei Sichtverbindung an, wenn es nicht dauernd geregnet hätte.

Am Sonntag wurden wir im Alpe-Adria-Contest, ausgerichtet auf 144 Mhz von OE, S5, 9A und I, mit gutem DX bis 850km in warmer und trockener Umgebung mehr als entschädigt für die Mühen beim Aufbauen.
Der Wind erreichte zeitweise Sturmstärke. Die Antennen haben alles überstanden. Das obere Rohr vom Schiebemast ist verbogen und wartet nun in der Werkstatt auf ein "gewaltfreies Ziehen" aus dem 2. Rohr.

Über viele Stunden war das Stationsangebot in SSB und CW aus südlichen Richtungen gut bis sehr gut. Ca. 50% der QSOs liefen mit OK. Kein Wunder, wir waren ja nur 5m davon entfernt .
Im Nachhinein bleiben viele Eindrücke, aus denen auch einige Ideen entstanden sind.

Wir sind ca. 7 OMs mit Interesse für Funkaktivitäten aus der Hochwaldbaude. Damit nicht immer alles neu aufgebaut werden muß, wollen wir gemeinsam mit dem Pächter der Baude ein Fundament u.a. für einen kurzen Gittermast errichten und drehbare Antennen für 144, 432 und 1296 MHz anbauen. Die könnten später auch von lizensierten Interessenten genutzt werden. Passend dazu kann man individuell ein Zimmer (35,-€/Person) oder als Team das Wanderlager (20,-€/Bett) mieten.
Dazu braucht es natürlich noch umfangreiche Arbeiten, Ideen und Abstimmungen vor Ort, zu denen wir sehr gerne weitere Mitstreiter und Mitfunker begrüßen würden.
(
Frank DL5DSB 0170 3813033   oder Torsten 035844 70232)

Gerade noch vor den ersten Fröstnächten wurde am Montag d. 16. Oktober das Fundament für den Wärmetauscher der Baudenküche und mit den 4 Eckrohren für einen kurzen Fachwerkmast fertiggestellt. Bis dahin waren es ab der gemeinsamen Idee genau 2 Monate.
Torsten Grundmann hat neben seinem Dauerjob als Wirt der Baude die 320 Säcke Trockenbeton zu ca. 5,8m³ Gußmasse mit einem Handrührgerät in absolut professioneller Qualität angerührt und verbaut. Neben der Geländegängigkeit bei 30% Gefälle waren vor allem seine Kondition und Ausdauer, sowie die Sprachein- und ausgabe unschlagbare Vorteile zu jeder anderen Mischerart.
Vielen Dank dafür und für die Möglichkeit der Zusammenarbeit für ein gemeinsames Ziel.




An der wirklich freien Sicht ins Bergpanorama arbeiten wir noch. Der weitere Ausbau mit einer
144-er Yagigruppe geht am 23.10. weiter. Geplanter Test ist dann am 04. & 05.11. im Marconi-VHF-CW (15:00-15:00 MEZ).
Mitstreiter und Gäste sind sehr willkommen.
Ganz großer Dank geht an die helfenden Hände von Stefan DK2SHS, Uwe DO1WGG, Lutz DM5LR, Alexander DL2DSA und Roman DL5DRG, sowie Jörg und Seppl vom Baudenpersonal.

Die Sonne zeigte Ihre Zuneigung zum Projekt mit einem beeindruckenden Baudenglühen, passend zum Ende des Ausschalens. Ganz großes Kino, dass für weitere Ideen am sicherlich stabilen Mast gesorgt hat.



Update zum Marconi Memorial VHF-CW-Contest am 1. November-Wochenende
Es wurde natürlich bis zum Samstagabend mit "heißen Nadeln gestrickt".
Ohne Stefans DK2SHS Messtechnik und Fachwissen wäre schon im Vorfeld so mancher Fehler unentdeckt geblieben. Ralf DH6RS hat am Samstag Abend noch schnell den Fundamenterder und das Gerüst mit der vorhandenen Blitzschutzanlage verbunden.
So war CW-Betrieb mit dem Rundstrahler und am Sonntag mit der horizontalen Langyagi und Drehgerät möglich.




Wie schon im August hat der Höhenwind mit Böen bis 75 km/h wieder kräftig mit unseren Antennen "gespielt". Das Drehgerät blieb aber stets Sieger im Kampf mit der Windlast.


Die QSOs entschädigten für die Arbeit seit Mitte August. Die Bandbelegung war in diesem europaweiten Contest so gut, wie sonst in typischen Wettbewerben auf Kurzwelle. Das Testen von Antennen und TRX mit und ohne TRV war sehr interessant. Das dichte Spektrum mit 34 Signalen am IC-7300 inkl.Transverter 28 Mhz --> 144 Mhz war bis in den späten Samstagabend typisch am Rundstrahler. Mit der 10 Elemente Yagi gelangen QSO bis 790km (E73O).

Damit war in nur 3 Monaten durch die intensive Zusammenarbeit mit dem Pächter der Baude die solide Grundlage für einen Wärmetauscher und für Amateurfunk auf den VHF/UHF- Bändern möglich geworden.