Interessengemeinschaft Pichofunk
DP5V/DB0PIB, Amateurfunk aus der Oberlausitz rund um die Welt

Die Funkverbindung

Wie baut man nun eine Funkverbindung auf? Ich gehe hier von einem normalen Sprach-QSO aus. Erster Schritt sollte sein sich eine freie Frequenz zu suchen. Hast du die vermeintlich freie Frequenz gefunden solltest du beobachten, ob dort nicht gerade ein QSO läuft. Im Zweifel fragst du kurz "Ist die Frequenz frei?" (Is this frequency in use?). Erst dann beginnt der eigentliche Funkbetrieb. Das geschieht ganz einfach mit einem "cq, cq, cq, hier ist DA1AAA". (cq, cq, cq, here is DA1AAA). Im deutschsprachigen Raum ist auch "Ein allgemeiner Anruf von DA1AAA" üblich. Natürlich kannst du auch direkt einen OM rufen. Nach erfolgter Antwort eines OM meldest du  dich wieder mit deinem Rufzeichen und nennst das Rufzeichen der Gegenstation. Damit weiß der OM, dass ich mit ihm spreche. Habe ich das Rufzeichen einmal nicht verstanden rufe ich einfach "QRZ von DA1AAA". Danach wird wie üblich der Name und der Rapport ausgetauscht, üblicherweise auch das QTH, eventuell der Locator. So weiß die Gegenstation dann mit wem sie es zu tun hat und kann gegenenfalls die Antenne ausrichten. Im weiteren Verlauf vereinbarst du den Austausch einer QSL-Karte, verabschiedest dich höflich mit "55, 73". Bei einer "YL" darf es dann noch "88" sein. Diese ganzen Abkürzungen sind aber Thema für einen weiteren Artikel.
Eine kleine Besonderheit sind sogenannte Funkrunden. Je nach Organisation ruft eine Führungsstation andere Stationen auf sich zu melden. Andere Runden finden sich nach dem Zufallsprinzip zusammen. Zu einer festgelegten Zeit trifft man sich auf einer vorgegebenen Frequenz. Ein beliebiger OM ruft nach obrigen Schema und die anderen Teilnehmer melden sich. Dann wird das Mikrofon einfach ohne das Eingreifen einer Führungsstation weitergegeben. Bei der ersten Variante geht das Mikrofon immer zunächst an die Leitstation und diese ruft die nächste Station auf. Ungeordnetes Zwischenrufen sollte unterbleiben, im Gegenzug muss die Leitstation immer wieder nach neuen Teilnehmern fragen. Selbstverständlich ist, dass das Abstimmen des Senders abseits der Rundenfrequenz vorzunehmen ist.
Ihr seht, ordentlicher Funkbetrieb ist keine hohe Kunst, dennoch halten sich einzelne OM nicht an diese grundlegenden Regeln.
 
DG4DSL, Februar 2018